Themenweg Feldbrunnen-St. Niklaus
Spaziergang durch die Geschichte eines Dorfes
Themenweg Feldbrunnen-St. Niklaus
Auf dem kulturhistorischen Themenpfad entdecken Sie zu Fuss die reiche Geschichte des Dorfes und seiner Bewohnerinnen und Bewohner. Erfahren Sie, womit die Leute ihr Auskommen fanden, welchen Nöten sie zu trotzen hatten und wie sie mit der Welt in Verbindung traten. Die Geschichte des Dorfes ist dabei nicht zu trennen von der Geschichte Solothurns und spannt ihre Fäden gar bis an europäische Fürstenhöfe und um den halben Globus. Es ist eine Geschichte, die einmalig wie exemplarisch ist, in der Gemeinde verortet und dennoch weitherum vernetzt.
Dauer: Ca. 1,5 Stunden, Reihenfolge individuell
Die Stationen des Themenwegs
1) Vom Armenhaus zur selbstbewussten Wohngemeinde: Feldbrunnen-St. Niklaus
Die Gemeinde weist eine wechselhafte Geschichte auf. Einst zwei Dörfer unter Gnaden städtischer Obrigkeit, ist später zusammengewachsen, was zusammen gehört: die Gemeinde Feldbrunnen-St. Niklaus.
2) Der malende Globetrotter: Frank Buchser
Er ist der berühmteste Sohn Feldbrunnens. Ein Haudegen, Frauenheld und Philanthrop - und vor allem: ein begnadeter Maler. Von Feldbrunnen über Marokko führte ihn sein Lebensweg (1828 - 1890) bis nach Amerika und zurück.
3) Mittelalterliche Zustände: Der Richtplatz "am Siechenbach"
Der wiederentdeckte Richtplatz zeugt von einem schaurigen Kapitel unserer Geschichte. So lange ist es noch gar nicht her, als bereits für Bagatelldelikte die Todesstrafe drohte und so manche Sünder*innen ihren Kopf lassen mussten.
4) Märchenhafter Reichtum aus Übersee: Die Villa Serdang
Der Reichtum kam oft von ausserhalb. Zum Beispiel aus dem Sultanat Serdang im heutigen Indonesien.
Dank einer Tabakplantage auf Sumatra reich geworden, kehrte Friedrich A. Lüthy 1890 in die Heimat zurück, wo er den Feldbrunnenhof zur Villa Serdang umbauen liess.
5) Unser täglich Brot: Die Bauernhöfe
Lange lebten die Ansässigen fast ausschliesslich von der Landwirtschaft. Die sozialen Unterschiede waren jedoch gross. Manche Familien sahen in der Auswanderung der einzige Ausweg aus Hunger und Armut.
6) Adelsresidenz und Begegnungsort: Das Schloss Waldegg
Einst thronte der Stolz des Solothurner Soldadels, die prächtige Residenz der mächtigen Herren Besenval strahlend über dem regierten Landvolk. Heute ist das Schloss Museum und Begegnungsort für alle - und Wahrzeichen des Dorfes.
7) "Solothurner Marmor" für die Ewigkeit: Der Steinbruch Waldegg
Elf Steinbrüche soll es einmal gegeben haben um die Stadt Solothurn. Zwei davon brachten Feldbrunnen-St. Niklaus mühselige Arbeit und süssen Reichtum.
8) Ort des Beisammenseins: Das Pintli
Im 1778 erbauten Haus wurde gewohnt, gearbeitet, gewirtet, politisiert und nicht zuletzt Hunger und Durst gestillt. Bis heute.
9) Eine illustre Totengemeinschaft: Der Friedhof St. Niklaus
Im Tod sind alle gleich? Der Friedhof St. Niklaus beherbergt namhafte Persönlichkeiten von nah und fern. Wer liegt hier unter Marmor und Granit?
10) Ein Rad im Getriebe: Industrie am Kirchweg
Die Industrie hielt im frühen 20. Jahrhundert relativ spät Einzug im Dorf und führte ein unstetes Dasein. Das Fabrikgebäude am Kirchweg brannte 1987 gar ab - und wurde 1996 als Wohngebäude wiederaufgebaut.